Kopfstand Medizinische Wirkung

Medizinische Wirkung des Kopfstandes

Die Asanas haben eine tiefe Wirkung auf Körper und Geist. Eine allumfassende Heilwirkung für Seele, Geist und Körper ist versprochen. Zu diesem Zweck wurden der Kopfstand, der Schulterstand, der gestreckte Seitenwinkel, das Dreieck und der Pflug als riskante Haltungen bestimmt. Der Kopfstand wird als "Vater der Asanas" bezeichnet. Durch seine wohltuende Wirkung stellt er alle anderen Übungen in den Schatten.

Der Effekt von Yoga - Die Verbindungen aus ärztlicher Perspektive

Zur weiteren Erörterung unseres Leitbildes "Impuls meets Selbstorganisation" wollen wir ein Foto verwenden, mit dessen Hilfe Yoga vor fast zwei Jahrtausenden versucht hat, die Fragestellung nach der Wirkung der Yogapraxis zu ergründen. Wird der Samen auf einem Acker gesät, wird der Erdhügel mit einem Pik durchbohrt. Die Wasserfluten überfluten das Spielfeld, und nach einiger Zeit beginnen die Samen in ihm zu erwachen.

Yoga, sagt man im Yoga S?tra? - der Wortlaut, der dieses Gemälde umschreibt -, tut "nicht mehr" als ein Landwirt, der einen Damm durchbohrt; das Flusswasser strömt von selbst herein, die Setzlinge treiben ohne weiteres aus. Damit gibt der Landwirt "nur" einen Impuls für das Wachstum und die Reifung der Pflanzen. Angewandt auf die Yoga-Therapie korrespondiert dieser Impuls mit der Ausübung einer gewissen Übung.

Es steht für den praktizierenden Menschen, für das gesamte System eines einzigen Menschen. Nach dem Antrieb (Bewässerung des Geländes, Übung des Menschen) erfolgt eine Erwiderung. Wenn der Samen auf dem Felde heranwächst, ändert sich der Mensch, indem er eine bestimmte Übung ausübt. Jedes Maß an Yoga, das versucht, den eigenen Organismus oder Verstand zu verändern, funktioniert nie ohne Umwege.

Was wir nun aber in den Mittelpunkt stellen wollen, ist eine zweite wesentliche Aussage, die das Image vermittelt: "Die Wirkung einer Yoga-Praxis ist in einem hohen Maß individualisiert. Besonders wichtig wird es für Sie, wenn Ihre Anspannung von der Bewegung nicht beeinflusst wird und Ihr Hals noch wehtut oder die bestehenden Beschwerden zunimmt ( was wir nicht hoffen).

Das Wachstum des Samens als Antwort auf den Schub des Damms kann für das Reispflanzenfeld nur durch seine Eigenart begründet werden, wie z.B. die Bodenbeschaffenheit, die Art der Reisesaat und wie viel Ungew.... Für das Innensystem der Yogapraktizierenden ebenso wie für das Bewässerungsfeld:

Das Besondere, das im Menschen geschaffen wird oder das, was heute zur Auswahl steht, bestimmt, wie Yoga sie beeinflusst. Alles, was wir Ihnen über Muskelperfusion, neuromuskuläre Koordinierung, Stressabbau und die Wichtigkeit von Vertrauen gesagt haben, ist nach wie vor richtig. Von dieser Besonderheit des Menschensystems, die für das Verstehen der Auswirkungen des Yoga von großer Wichtigkeit ist, haben wir bisher nur nicht gesprochen.

Folglich greifen die Reize einer Yoga-Praxis nicht nur verschiedene Lebensvorgänge auf einmal an, sondern bringen auch eine von der menschlichen Entwicklung gestaltete selbst organisierte Selbstdynamik in Bewegung. Stattdessen haben sie eine sehr spezifische Wirkung auf den Menschen, dessen physische wie auch mentalpsychologische Struktur durch ein hohes Maß an Eigenständigkeit gekennzeichnet ist. Ist denn hier nicht die Einzigartigkeit zu wichtig?

Für die Behandlung mit Yoga ist die Beachtung der Eigenart von großer Wichtigkeit. Zugleich steht es im Widerspruch zu der weit verbreiteten Auffassung, dass einer einzigen Yoga-Übung zuverlässig eine sehr spezifische Therapiewirkung zugeordnet werden kann. Der Effekt einer Yoga-Übung ist nicht abhängig vom Menschen und kann nur im Kontext der Persönlichkeit eines Menschen nachvollzogen werden.

Diejenigen, die nur die Yoga-Praxis im Sinn haben - also die individuelle Körper- oder Atemübungen, die Spezialmeditation - und nicht auch die Eigenheiten der Praktizierenden zugleich, werden weder zufriedenstellende Effekte erkennen noch die Ursachen für gewisse Umstände nachvollziehen. Wie jeder Mensch ist auch eine Kulturkrankheit immer ein Individuum; in ihrer Entwicklung, ihrem Lauf und den Beeinflussungsmöglichkeiten ist sie immer die Sonderkrankheit von Hr. B. oder Hr. S. Daher ist eine Yoga-Praxis nur dann wirksam, wenn die von ihr ausgehenden Antriebe zur rechten Zeit und am rechten Ort angewendet werden.

Der Mensch ist nur in seiner eigenen dynamischen Form von Korper, Geist, Sinnen nachempfunden. Die Tatsache, dass die Therapiepraxis regelmässig zu wiederholen ist, trägt wesentlich zur konkreten Entwicklung dieser Therapie bei. Mit zunehmender Häufigkeit und Kontinuität eines Trainingsimpulses wird das Verhalten des Systems umso intensiver - auf seine eigene Art und Weisheit.

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